Orchestergeschichte

Philharmonische Gesellschaft Düsseldorf

Aus einem privaten Kammermusikkreis entstand 1950 ein Orchester für musikbegeisterte Bürger der Stadt Düsseldorf mit dem  Namen „Orchestergemeinschaft 1950 Düsseldorf e.V.“. Es gab bereits 1952 sein erstes Konzert im Robert-Schumann-Saal.

 

Nach dem Tod des Gründungsdirigenten Will Sistermanns übernahm im Jahre 1963 Helfried Viertel die Leitung des  Orchesters.  Um Verwechslungen mit anderen Liebhaberorches- tern in Düsseldorf auszuschließen, erfolgte 1977 die Umbenennung in „Philharmonische Gesellschaft Düsseldorf e.V.“.

 

Dieser Name wurde im Blick auf die Zukunft bewusst gewählt; er bildet  bis heute den Rahmen für mögliche Untergliederungen wie Sinfonieorchester, Kammerorchester oder Bläserensemble.  Lagen in den Entwicklungsjahren des Orchesters die Schwerpunkte der Programmgestaltung überwiegend bei Sinfonien und Solo- konzertes des Barock und der Klassik, so verlagerten sich die Akzente während der erfolgreichen 33-jährigen Ära unter  Helfried Viertel allmählich auf die Zeit der Spät- und Nachromantik bis hin zur „klassischen“ Moderne. Mit beachtenswerten Aufführungen großer sinfonischer Tongemälde und bedeutender Solowerke von Komponisten aus dem europäischen Raum  konnte das Orchester Jahr für Jahr seine stetig wachsende Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

 

Als Nachfolger von Helfried Viertel wurde Jürgen Wolf. gewählt Der langjährige Solocellist der Düsseldorfer Symphoniker hatte seine Dirigentenausbildung u. a. in der Tschechischen Republik erhalten.

 

Die - dank seines  pädagogischen Geschicks - von ihm ausgehenden Impulse brachten dem Orchester einen neuen Aufschwung und weckten das Interesse neuer, erfreulicherweise auch jüngerer Mitspieler. Jürgen Wolf verstand es, die Musiker zu Höchstleistungen anzuspornen, so dass sich die  Programmgestaltungen vor allem des alljährlichen Düsseldorfer Tonhallenkonzertes anspruchsvoll entwickelten.

Die Aufführungen der „Symphonie Fantastique“ von Hector Berlioz, die 9. Sinfonie von Ludwig  van Beethoven (beide 1998) und die festliche Aufführung der 1. Sinfonie von Gustav Mahler im Jubiläumsjahr 2000 waren markante Höhepunkte der jüngeren Geschichte der Philharmonischen Gesellschaft.

 

Stets um Innovation bemüht, suchte Jürgen Wolf auch nach geeigneten Wegen der Annäherung an die Musik der Gegenwart: Mit  der Auftragskomposition des Konzertes für zwei Violoncelli und Orchester (2003) von dem jungen Komponisten Martin Gerik  bot sich den Akteuren die Gelegenheit, Berührungsängste vor zeitgenössischer Musik abzubauen und den Zuhörern die  Chance, ihren musikalischen Horizont zu erweitern.  Gesundheitliche Gründe veranlassten Jürgen Wolf, seine erfolgreiche Tätigkeit als künstlerischer Leiter des Orchesters früher  als geplant zu beenden. Er verabschiedete sich am 3. April 2005 mit einem exklusiven Schumann-Programm in der Tonhalle  und wurde wie sein Vorgänger in Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste um die Philharmonische Gesellschaft  Düsseldorf zu deren Ehrendirigent ernannt. 

 

Im März 2006 gab unser neuer musikalischer Leiter Thomas Schlerka in der Tonhalle sein erfolgreiches Debut als neuer Chef  der Philharmonischen Gesellschaft. Schlerka erweiterte in den folgenden Jahren das Repertoire um Werke der Vokal- und Operettenmusik und führte unser Ochester auch in die Welt der Musical- und Filmmusik.

 

Durch Thomas Schlerkas Verbindung zum Frauenchor der Klingenstadt Solingen 1990 e.V. und dem MGV Solingen-Wupperhof  1812 e.V. konnte das Orchester sein Repertoire auch auf größere Chor- und Orchesterwerke ausweiten, was die Musiker  erfolgreich mit der „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod im Rahmen des Jubiläumskonzertes 2010 unter Beweis stellten.

Weitere Höhepunkte folgten 2014 mit der "Queen Symphonie" von Tolga Kashif und 2015 mit Gustav Mahlers erster Sinfonie "Der Titan".